Bausteine des Projekts - Wohnen bleiben im Viertel

  • In der eigenen Wohnung bleiben
    Mieter wollen auch bei steigender Hilfebedürftigkeit weiter in ihren Wohnungen leben und bei Bedarf von einem Pflegedienst mit Pflegemix unterstützt werden, der im Notfall bei Tag und Nacht innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung steht.

  • Pflegedienst
    Der Pflegedienst soll im Viertel verankert sein, als Anlaufstelle bei Beratungsbedarf dienen und sehr eng mit der Koordinatorin/Kümmerer zusammenarbeiten.

  • Koordinatorin/ „Kümmerer“
    Aufgaben
    - Soziale Vernetzung
    - Verhinderung von Pflegebedürftigkeit
    - Anlaufstelle bei Beratungsbedarf
    - Vermittlung von Prophylaxe-Fortbildungen (Ernährung, Bewegung, Feldenkrais usw.)
    - Organisation des Pflegemixes
    - Betreuende Hausbesuche und Gespräche
    - Akquise für Projektwohnungen

  •  Pflegestützpunkt
    Mitten im Quartier soll der Pflegedienst und die Koordinatorin ein Büro haben, das als Anlaufstelle dient und die Zentrale für die Pflegekräfte ist.

  • Pflegemix
    Wir werden einen quartiersbezogenen Pflegedienst bei der Einführung eines sogenannten Pflegemix unterstützen, d. h. neben den professionellen Kräften sollen auch ehrenamtliche und nachbarschaftliche Helfer sowie Angehörige mitwirken. Wir sind bereit, ehrenamtliche nachbarschaftliche Betreuung zu übernehmen.
    Einige unserer Mitglieder haben bereits eine Ausbildung zur „Seniorenbegleiterin“ durchlaufen.

  •  Projektwohnungen für stark Pflegebedürftige
    Damit der Pflegedienst trotz Beschränkung auf das Quartier eine feste wirtschaftliche Basis hat, braucht man 10 barrierefreie Appartements im Zentrum des Quartiers, die an stark pflegebedürftige Personen vermietet werden, die im wünschenswerten Fall einen Pflegevertrag mit diesem Pflegedienst abschließen. Von dieser Basis ausgehend, kann der Pflegebedarf der Menschen im Quartier, die zu Hause wohnen bleiben wollen, gedeckt werden.
    Die barrierefreien Projektwohnungen können ab Januar 2015 belegt werden. Dafür suchen wir pflegebedürftige Menschen (Stufe I-III) die seit 5 Jahren in München wohnen und einen Registrierbescheid mit Rangstufe 1 oder 2 (früher Wohnberechtigungsschein) haben. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen mit: g.hoerleinaelwa.ackermannbogen-ev.de

  • Wohncafé/Mittagstisch
    Als Ort der Kommunikation soll es ein Wohncafé bzw. einen Mittagstisch geben, wo gemeinsam gekocht und gegessen wird oder sonstige Aktivitäten (Kartenspiele etc.) stattfinden können. Dazu braucht es eine Einheit, bestehend aus einer Küchenzeile und einem Essraum für 10-15 TeilnehmerInnen. Das Wohncafé wird von ehrenamtlichen Mitgliedern von ÄlwA organisiert werden.

Weiterentwicklung des Bielefelder Modells

Beim bisherigen Bielefelder Modell wird eine starke und engagierte Baugesellschaft mit großem Bestand im Quartier gebraucht, um die benötigten Räumlichkeiten bereitzustellen und die Kooperationsverträge zu schließen. Bei unserem Ansatz übernimmt der Nachbarschaftsverein diese koordinierende Rolle und die benötigten Räume/Wohnungen werden auf mehrere Gebäude und Baugesellschaften verteilt.

ÄlwA organisiert die notwendigen räumlichen Optionen im 4. Bauabschnitt am Ackermannbogen und sucht einen geeigneten Pflegedienst als Kooperationspartner.
Die GEWOFAG stellt 9 Projektwohnungen und eine Pflegewohnung auf Zeit zur Verfügung, die in enger Absprache mit ÄlwA und dem Pflegedienst belegt werden sollen. Der Pflegestützpunkt ist räumlich bei der wagnis eG eingeplant und das Wohncafé wird bei der Bauherrengemeinschaft „Schwabing Hoch Vier“ angesiedelt. Andere Baugesellschaften und das Sozialreferat der Landeshauptstadt haben ebenfalls Optionen der Zusammenarbeit bekundet.

Durch diese quartiersbezogene Struktur sehen wir die Möglichkeit einen nachbarschaftsbezogenen Pflegemix zu organisieren und eine optimale soziale Einbindung aller Betreuungsbedürftigen zu erreichen, womit eine höhere Sicherheit und Lebensqualität als bei konventionellen ambulanten Pflegemodellen erreicht werden kann.