Annahme 1

Viele meinen, die NachbarschaftsBörse sei täglich rund um die Uhr besetzt.
Richtig ist: Das Büro der NachbarschaftsBörse ist  Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 13 Uhr und Mittwochs von 16 bis 18 Uhr besetzt. Per Anrufbeantworter und mail sind wir immer erreichbar und melden uns zeitnah zu Ihren Anliegen.

 

Annahme 2

Viele meinen, die NachbarschaftsBörse sei mit zwei Vollzeitstellen ausgestattet.
Richtig ist, dass wir das gerne hätten und tatsächlich auch Arbeit für zwei Vollzeitstellenhaben. Der Stadtrat hat im Sommer 2015 zwar beschlossen, dass ab 2016 pro nachbarschaftstreff eine halbe Stelle dauerhaft finanziert wird. Für die drei Treffs am Ackermannbogen wurden aber nur zwei halbe Stellen genehmigt. Begründung? Fragen Sie die  Stadträte von SPD und CSU.

Annahme 3

Viele meinen, die NachbarschaftsBörse sei eine städtische Einrichtung.
Richtig ist, dass der gemeinnützige und rein ehrenamtlich geführte Nachbarschaftsverein Ackermannbogen e.V. der Träger der NachbarschaftsBörse ist und vom Sozialreferat/Amt für Wohnen und Migration einen gedeckelten und jährlich neu zu beantragenden Zuschuss für die Personal- und Sachkosten der NachbarschaftsBörse bekommt. Die ursprüngliche Befristung auf drei Jahre pro Treff wurde per Stadtratsbeschluss im Juli 2015 aufgehoben.

Annahme 4

Viele meinen, der Ackermannbote sei von Profis gemacht und hätte viel Geld zur Verfügung.
Richtig ist, dass der Ackermannbote zwar ziemlich professionell aussieht, aber von Laien gemacht wird. Ein Redaktionsteam aus engagierten Nachbarinnen und Nachbarn kümmert sich um die Zusammenstellung der Themen, recherchiert und schreibt Artikel, sucht neue Autoren, akquiriert Anzeigen, etc. Nur das Layout wird gegen kleines Entgelt von einer professionellen Grafikerin gemacht. Die Druckkosten von rund 2500,- € werden vollständig über Anzeigen finanziert. Und dass Sie den Ackermannboten kostenlos zweimal im Jahr in Ihrem Briefkasten vorfinden, verdanken Sie Nachbarn, die die Verteilung ehrenamtlich übernehmen.

Annahme 5

Viele meinen, die Projektgruppen 'FORUM Quartiersentwicklung', 'Ökologie/StadtAcker' und 'Älter werden am Ackermannbogen (ÄlwA)' seien jeweils ganz eigenständige und unabhängige Initiativen.
Richtig ist, dass diese Gruppen alle sehr eigenständig, kreativ, engagiert und unbezahlt arbeiten und viele für das Quartier wichtige Themen angehen. Der Ackermannbogen e.V. bildet das organisatorische und institutionelle Dach für diese Gruppen. Alle sind in ständigem Austausch miteinander, stimmen Termine und Inhalte ab und unterstützen sich gegenseitig.

Annahme 6

Viele meinen, das KulturBüro gehört zur NachbarschaftsBörse.
Richtig ist, dass das KulturBüro in Trägerschaft des Ackermannbogen e.V. betrieben wird. Dafür bekommt der Verein Sach- und Personalmittel für eine halbe Stelle vom Kulturreferat. Neben der Koordination von stadtteilkulturellen Veranstaltungen für den Ackermannbogen und ganz Schwabing-West, ist das KulturBüro/Heike Stuckert auch für den SchauRaum und die KreativGarage zuständig.

 

Annahme 7

Viele meinen, der Ackermanbogen e.V., die NachbarschaftsBörse und das KulturBüro würden zur Wohnbaugenossenschaft wagnis eG gehören.
Richtig ist, das der Ackermannbogen e.V. aus dem wagnis e.V hervorgegangen ist, seit 2008 aber inhaltlich vollkommen eigenständig agiert. Der Verein ist Arbeitgeber für die Angestellten von NachbarschaftsBörse und KulturBüro und hat für den Betrieb dieser Einrichtungen am Rosa-Aschenbrenner-Bogen Gemeinschaftsräume und Büros bei der wagnis eG angemietet. In der Elisabeth-Kohn-Straße sind wir Mieter einer privaten Eigentümergemeinschaft und in der Georg-Birk-Straße haben wir einen Mietvertrag mit der städtischen Gewofag.

Annahme 8

Viele meinen, das Speisecafé Rigoletto wäre eine soziale Einrichtung.
Richtig ist, dass „unser“ Rigoletto seit 2005 die Seele des Quartiers ist, wo Familien ebenso willkommen sind wie Geschäftsleute aus den umliegenden Büros. Der integrierte Backshop sorgt an 364 Tagen im Jahr für frische Frühstückssemmeln in Bio-Qualität. Und wo würden die vielen Geburtstags- und Familienfeiern denn stattfinden, wenn nicht im Rigoletto? Als GmbH ist das Rigoletto Pächter bei der wagnis eG und Arbeitgeber für 32 Angestellte. Allerdings: Ohne private Bürgen und dem seit Jahren hohen – und oft unbezahlten - Engagement der Kerntruppe gäbe es „unser“ Rigoletto längst nicht mehr.

Annahme 9

Viele meinen, der ganze Ackermannbogen mit seinen ca. 2200 Wohnungen sei ein einziges großes Wohnprojekt.
Richtig ist, daß die Wohnbaugenossenschaft wagnis eG mit ihren drei Projekten wagnis1 am Rosa-Aschenbrenner-Bogen, wagnis2 in der Elisabeth-Kohn-Straße und wagnis4 in der Petra-Kelly-Straße insgesamt 193 Wohnungen am Ackermannbogen realisiert hat. wagnis3 steht in der Messestadt Riem und wagnis5/Art wird gerade am DomagkPark fertiggestellt. Für alle Projekte gilt, dass die wagnis eG mit hrem Selbstverständnis von Beteiligung und guter Nachbarschaft und vor allem mit den von ihr geschaffenen Gemeinschaftsräumen in allen ihren Projekten eine wichtige Basis für das Miteinander vor Ort gelegt hat. Davon profitieren die eigenen Genossen, aber immer auch das Quartier. Danke wagnis!

 

Annahme 10

Viele meinen, dass die NachbarschaftsBörse, das KulturBüro und der Ackermannbogen e.V. nur Mitmach-Angebote für deutsche Mittelschichtsfamilien macht.
Richtig ist, dass unsere Mitmach-Angebote sich grundsätzlich immer an alle richten, unabhängig von sozialer oder nationaler Herkunft, Alter, Geschlecht oder Religion. Dank der Unterstützung einiger besonders engagierter Nachbarinnen mit Migrationshintergrund gibt es eine ganze Reihe von Veranstaltungen besonders auch für diese Zielgruppe. Interkulturelle Offenheit heißt für uns, die Menschen zu sehen, nicht deren Herkunft oder Status.

 

Annahme 11

Viele meinen, die NachbarschaftsBörse sei auch für die wagnis-Gästeappartements zuständig.
Richtig ist, dass zu den drei wagnis-Projekten auch fünf Gästeappartements gehören, die – so verfügbar – auch extern vermietet werden. Reservierung, Schlüsselübergabe, Reinigung und Abrechnung ist ehrenamtlich organisiert. Die Kontaktdaten dazu finden Sie auf www.wagnis.org und in (fast) jedem Ackermannboten auf der letzten Seite.

Annahme 12

Viele meinen, der Ackermannbogen e.V., die NachbarschaftsBörse, das KulturBüro und die Projektgruppen im Verein hätten schon genügend Leute, die da jeweils mitmachen und sich aktiv einbringen.
Richtig ist, dass sich viele Nachbarinnen und Nachbarn in einem der genannten Bereiche engagieren. Je nach Zeit, Lust und Kompetenz reicht das vom Kuchenbacken für den jährlichen Flohmarkt bis hin zur zeitlich und inhaltlich ziemlich anspruchsvollen Verantwortung für eine Projektgruppe. Tatsächlich suchen wir immer Leute, die Lust haben, an der Gestaltung ihrer eigenen Nachbarschaft mitzuwirken. Aktuell suchen v.a. das TechnikTeam und die Projektgruppe Ökologie Verstärkung. Bei Interesse einfach eine mail an infoackermannbogen-ev.de schicken.

Annahme 13

Viele meinen, es gäbe nichts für Jugendliche im Quartier
Richtig ist
, dass es am Ackermannbogen (noch) kein eigenes Jugendzentrum gibt. Bis der im vierten Bauabschnitt gerade entstehende Jugendtreff LIFE in Trägerschaft des CVJM im April 2016 eröffnet wird, können sich Jugendliche im nahegelegenen CVJM-Jugendzentrum im Theo-Prosel-Weg bei Nightball und anderen Aktivitäten vergnügen. Auch der Bolzplatz an der Elisabeth-Kohn-Straße ist ein gern und viel genutzter Treffpunkt für Jugendliche - zum Bolzen, zum Rumhängen, zum Treffen mit anderen. Fußballbegeisterte Jungs und Mädels können beim kostenlosen wöchentlichen Training von buntkickgut, der interkulturellen Straßenfußball-Liga, mitmachen. Wer Spaß hat am Selbermachen und den Umgang mit Stoff und Nähmaschine lernen möchte, ist jeden Donnerstag bei der NähWerkstatt für Jugendliche willkommen. Musikalisch begabte junge Erwachsene treffen sich wöchentlich zur Band-Probe im Studio Ackermann. Und für die Skater unter den Kids gibt es eine Skate-Anlage im südlichen Olympiapark. Nichts ist das nicht.

 

Annahme 14

Viele meinen, alle Mitmach-Angebote der NachbarschaftsBörse kosten Geld.
Richtig ist, dass es in der NachbarschaftsBörse eine Reihe kostenpflichtiger Kursangebote gibt, die von professionellen, meist freiberuflich tätigen Kursleiterinnen und Kursleitern (die fast alle auch Nachbarinnen und Nachbarn sind), angeboten werden.  Menschen, für die diese Kurse zu teuer sind, können sich wegen Ermäßigung gerne an das Büro der NachbarschaftsBörse wenden. Ziel der NachbarschaftsBörse ist es, dass nachbarschaftliches Miteinander nicht vom Geldbeutel abhängig ist. Es gibt daher immer auch viele kostenlose Mitmach-Angebote für alle Alters- und Interessensgruppen, vom interkulturellen Frauencafé über Schafkopfen bis zur Zen-Meditation. Wir können's nur anbieten, mitmachen müssen Sie selbst.

Annahme 15

Viele meinen, dass man am Ackermannbogen wohnen und/oder Vereinsmitglied sein muss, um die dortigen Gemeinschaftsräume und Angebote nutzen zu können.
Richtig ist, dass die Räume und Angebote von NachbarschaftsBörse, KulturBüro und unseren Projektgruppen vor allem für die Nachbarinnen und Nachbarn am Ackermannbogen gedacht sind. Alle anderen sind aber genauso herzlich willkommen. Wer die Angebote, Räume und Strukturen gut findet und auch weiterhin nutzen möchte, kann dies mit einer Mitgliedschaft im Ackermannbogen e.V. unterstützen. Beitrittsformulare finden Sie in jedem Info-Heft und auf www.ackermannbogen-ev.de

Annahme 16

Viele meinen, dass eine Mitgliedschaft im Ackermannbogen e.V. ziemlich teuer sei.
Richtig ist, dass Einzelpersonen 50,- € und Familien 75,- € Jahresbeitrag zahlen. Da der Ackermannbogen e.V. gemeinnützig ist, kann dieser Betrag steuermindernd geltend gemacht werden. Als „Gegenleistung“ haben Sie Räume, Unterstützungsstrukturen und Angebote für Kinder und Erwachsene vor der Haustür. Pro Tag kostet die Vereinsmitgliedschaft übrigens knapp 14 Cent für Einzelpersonen und 20 Cent für Familien. Teuer ist was anderes.

Annahme 17

Viele meinen, dass man bei uns erfahren kann, wo am Ackermannbogen gerade eine Wohnung frei ist bzw. wie man an eine geförderte Wohnung kommt.
Richtig ist, dass wir das auch gerne wüssten. Wir können auch nur auf Zeitung, Internet und den 6er im Lotto verweisen. Für einkommensorientiert geförderte Wohnungen ist das Wohnungsamt im Sozialreferat zuständig, für München-Modell-Wohnungen das Planungsreferat. Viel Glück bei der Suche!

Annahme 18

Viele meinen, dass die NachbarschaftsBörse für alle lauten und fussballspielenden Kinder im Ackermannbogen verantwortlich ist.
Richtig ist, dass die Kinder aus eigenem Antrieb draußen spielen und die schönen Spielflächen hier im Ackermannbogen nutzen. So soll es sein in einem familienfreundlichen Quartier. Der Rest ist Erziehung und Elternsache.

Annahme 19

Viele meinen, die KulturPassage am Rosa-Aschenbrenner-Bogen sei eine tolle überdachte Spielfläche für Fußball, Hockey und Skaten.
Richtig ist, dass diese Fläche Privatgrund ist und der spielbedingte Lärmpegel für die unmittelbar benachbarten Wohnungen oft grenzwertig ist. Für den MittwochsMarkt und für Stadtteilkultur steht die Fläche in Absprache mit der wagnis eG zur Verfügung. Für alle anderen Nutzungen gibt es in der Nähe eigens dafür gedachte Flächen.

Annahme 20

Viele meinen, der Ackermannbogen sei nur ein Wohngebiet für Besserverdienende.
Richtig ist, dass am Ackermannbogen genauso wie in allen anderen Münchner Neubaugebieten die so genannte Münchner Mischung realisiert wurde, d.h. 50% aller Wohnungen sind geförderte Wohnungen, 50% sind freifinanziert. Damit ergibt sich eine entsprechend gemischte Nachbarschaft und das ist gut so.

Annahme 21

Viele meinen, Baugemeinschaften wären so was ähnliches wie Wohngemeinschaften.
Richtig ist, dass das auch ein bisschen so ist. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Leute ihre Häuser selbst gemeinsam planen und bauen (lassen) und man nicht in WG-Zimmern lebt, sondern in meist großzügigen (Familien-)Wohnungen. Am Ackermannbogen gibt es elf Baugemeinschaften mit insgesmt ca. 230 Wohnungen. Sie bereichern das Quartier architektonisch und mit lebendigen Hausgemeinschaften.

 

Annahme 22

Viele meinen, Sozialwohnungen gäbe es nur in der Georg-Birk-Straße.
Richtig ist, dass in der Georg-Birk-Straße die beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG rund 100 Wohnungen gebaut haben. Geförderte Wohnungen (zu denen auch die München-Modell-Wohnungen zählen) gibt es aber in fast allen Straßen im Quartier, manchmal blockweise, manchmal eingestreut. Das ergibt überall eine bunte Mischung von Menschen unterschiedlichster Herkunft, ärmere und reichere, gebildete und weniger gebildete, engagierte und nutzniesende – so war's geplant und so funktioniert's auch.

 

Annahme 23

Viele meinen, der Gemeinschaftsgarten StadtAcker bestünde aus dem Holztrog und den paar Pflanztöpfen am Rand des Radwegs beim Café Rigoletto.
Richtig ist
, dass es sich dabei um ein Vorlaufprojekt handelt und der eigentliche StadtAcker erst noch kommt. Auf einer Fläche von 1000 qm östlich der Mittelschule kann Ab Sommer 2017 auf Gemeinschaftsbeeten zusammen gegartelt, gesät und geerntet werden. Dass dabei neben gärtnerischem Wissen und einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln auch ganz neue (Beet-)Nachbarschaften entstehen, ist durchaus beabsichtigt. Interessierte melden sich über infostadtacker.org

Annahme 24

Viele meinen, am Ackermannbogen wohnen nur Deutsche und nur Familien mit Kindern.
Richtig ist
, dass der Ackermannbogen ein familienfreundliches Quartier ist und deswegen bei Familien sehr beliebt. Der Anteil an Single-Haushalten ist im München-Vergleich eher unterdurchschnittlich, ebenso der Anteil der Senioren (17%, stadtweit 23%). Rund 25% aller Nachbarinnen und Nachbarn haben einen so genannten Migrationshintergrund, genauso viele im gesamtstädtischen Durchschnitt. Am Ackermannbogen leben Menschen aus 34 verschiedenen Nationen. Durch die in den nächsten Jahren erwartete Zuwanderung nach München wird sicher auch der Ackermannbogen noch bunter.

 

Annahme 25

Was meinen Sie denn?
Richtig ist
, dass wir das oft gerne wüssten. Schreiben Sie uns unter infoackermannbote.de

Diese Sammlung erschien zuerst im Ackermannboten Nr. 25.
Texte: Heidrun Eberle